SIMPLY_SWING – EFFEKTIV BARRIEREFREI PLANEN

SPTR plg 04Um den Anforderungen an barrierefreies alten- und behindertengerechtes Bauen gerecht zu werden, sind alle Türöffnungen mit einer Durchgangsbreite von mindesten 90 cm auszuführen.
Um selbst das kompakteste Pflegebett (90×200 cm) durch eine Tür zu bewegen, benötigt man schon eine lichte Öffnung von 100 cm.

Darüber hinaus muß für Rollstuhlfahrer vor den Türen eine Fläche von 150 x 150 cm freigehalten werden.

Bei der Verwendung normaler Drehflügeltüren führt das zu Flurbreiten von ca. 2,5m. Im Gesamtgebäude addieren sich diese zusätzlichen Wegeflächen schnell zur Größe einer ganzen Wohnung.

Die breiten Türflügel stören beim Öffnen und lassen sich auf Grund ihrer Ausdehnung und Masse schwer bedienen.SPTR plg 03Raumsparende Schiebefalttüren sollen hier Abhilfe schaffen.
Tatsächlich reduzieren die handelsüblichen Raumspartüren den Flächenbedarf der Türen um 20..30% gegenüber Standard-Türen.
Herstellerangaben schönen diesen Platzgewinn meist, da die Verluste in der zur Verfügung stehenden Durchgangsbreite durch die in der Türöffnung gefalteten Türblätter und die Klinke bei den Maßangaben gern übergangen werden.
In der Realität führen diese jedoch zu mehr als 10 cm Einschränkung, die zur wirklichen Erzielung der gewünschten Türöffnungsbreite auf das Maß einer normalen Drehflügeltür aufgeschlagen müssen. Damit relativiert sich der Platzgewinn dieser Raumspartüren schon beträchtlich. SPTR plg 02In einigen Einbausituationen bei größeren Wanddicken stoßen die Klinken beim Öffnen an das Türfutter, was zu einem weiteren Verlust des Lichtraums führt.

Der Ersatz der den Durchgang einengenden Klinken durch Griffmuscheln o.ä. ist für Menschen mit motorischen Einschränkungen ungeeignet. Hier sollten auf jeden Fall gut zu greifende, abgerundete Klinken Verwendung finden.

Nicht unwesentlich ist auch die Gefahr, an den in der Türöffnung positionierten Klinken hängen zu bleiben, was zu Stürzen oder Verletzungen führen kann.

Handelsübliche Schiebefalttüren bringen jedoch noch einige weiteren Probleme mit sich.

So lassen sich mit diesen Systemen keine zuverlässig dichten Türen realisieren, wie sie für Wohnungseingangstüren gefordert werden und wie es für Türen zu Sanitärräumen angebracht wäre, da das Türblatt nicht in einen Falz oder Doppelfalz mit Dichtung schlägt, sondern durch das Türfutter hindurchgleitet.

Auch neigt die Tür dazu, an der Knickstelle zu klaffen, da das Türblatt hier nicht ausreichend angedrückt wird.

Zumindest für Wohnungstüren und Türen mit Brandschutz-Anforderungen (rauchdicht, dichtschließend) sind die derzeit auf dem Markt befindlichen Türen nicht verwendbar.

Nur mit hohem technischen Aufwand wird verhindert, daß sich die Türen nicht öffnen lassen, wenn eine dahinter liegende, u.U. mit Rollstuhl zwischen Tür und Sanitärgegenständen verkeilte, Person gerettet werden muß.
Die Richtlinien fordern das Öffnen der Tür von Sanitärräumen nach Außen um, eben diese Gefahr zu vermeiden.
Da Teile der Raumspartüren beim Öffnen in den dahinter liegenden Raum schlagen, müssen sie mit Notentriegelungen ausgestattet werden.
Abgesehen davon, daß diese Mechanismen die Herstellung verteuern, halte ich es für eher unwahrscheinlich , daß im Notfall ein motorisch oder geistig eingeschränkter Mitbewohner in Panik und Aufregung diese Notentriegelung bedienen kann.

Ein weiterer Nachteil ergibt sich aus der Anordnung der gefalteten Türblätter in der Türöffnung beim Transportieren sperriger Güter, wie z.B. Pflegebetten.
Die geöffneten Türblätter vergrößern die Leibungstiefe, so daß ein Bett länger gerade durch die Tür geschoben werden muß,  ehe man es in den Flur einschwenken kann.
Das sollte durch eine entsprechend breiteren Flur berücksichtigt werden.


Die SIMPLY_SWING Raumspartür wurde so konzipiert, daß alle hier angeführten Nachteile handelsüblicher Türen beseitigt sind.

  • SPTR plg 01Der Flächenbedarf rdeuziert sich gegenüber einer Drehflügeltür um etwas mehr als 25% und entspricht damit in etwa der nominellen Einsparung bei Verwendung einer Schiebefalttür.
  • Der Türschlag außerhalb des Türfutters liegt mit 53 cm für eine Türlichte von 100 cm noch unter der (beidseitigen) Ausladung der Schiebefalttüren.
  • Die Türöffnung bleibt immer völlig frei von Teilen der Türblätter, insbesondere der Klinken.
  • Das Türblatt schlägt analog einer Drehflügeltür in Falze oder Doppelfalze mit 3-seitig umlaufender Dichtung und erfüllt damit ohne Weiteres die Anforderung der Norm an eine dichtschließende oder auch rauchdichte Tür.
  • Der Kragarm am Türblatt sorgt für einen sicheren Andruck auch der Knickstelle der Türblätter an den Falz des Futters.
  • Da sich das Türblatt vollständig auf der Bandseite bewegt, läßt sich eine nach außen schlagende Tür, auch wenn sich dahinter eine gestürzte Person befindet, uneingeschränkt und ohne besondere Mechanismen öffnen.
  • Die Geometrie der EASY_SWING Raumspartür ist so ausgelegt, daß sie genau den Platz in Anspruch nimmt, der ohnehin als Freiraum für die Nutzung eines Rollstuhles freigehalten werden muß.
    So läßt sich zum Beispiel eine Wohnungseingangstür mit 100 cm lichter Öffnung an einem 200cm breiten Gang realisieren.
    Gegenüber der Verwendung einer Drehflügeltür wird ein halber Meter Gangbreite gespart.SPTR plg 04aIn dieser Konstellation ist es auch möglich, eine Pflegebett mit den Abmessungen 90×200 cm durch die Türöffnung zu fahren.
    Der Zwischenraum zwischen den beiden gefalteten Flügeln ermöglicht eine Eindrehen des Bettes beim Transport durch die Öffnung (roter Punkt auf der Skizze) und stellt so geringere Anforderungen an die Flurbreite.
    Gerade bei Umbauten kann so leichter eine Lösung für die Wegeflächen gefunden werden.
    Bei Neubauten sollte man natürlich großzügiger agieren, da mit dem Wachstum der Betreuungsindustrie auch die Abmessungen – und proportional dazu Preis und Gewinn – der Ausstattungsgegenstände zulegen.
  • Ein weiterer positiver Aspekt ist die Möglichkeit, vorhandene Standard-Türfutter mit einem SIMPLY_SWING Türblatt auszustatten, ja sogar das vorhandene Tüblatt auf das SIMPLY_SWING System umzubauen.
    Die Verwendung vorhandener Bauteile schont Ressourcen, vermeidet Abfall und unnötigen Energieverbrauch für Entsorgung und Neuproduktion.
    Diese Strategie schont unsere Umwelt deutlich nachhaltiger als Quecksilberlampen und Emmissionshandel.
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